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Bryson DeChambeau lässt sich von KI beim Schwung helfen – und spielt eine 65

(Foto: Getty)

KI kann schon vieles - auch den Golfschwung verbessern? Bryson DeChambeau testet es aus. Es war schon immer kompliziert, in den Kopf von Bryson DeChambeau zu schauen. Vor knapp einem Jahrzehnt rechnete der US-Amerikaner vor jedem Schlag neun Faktoren durch – von den naheliegenden wie Entfernung und Wind bis hin zu Luftdichte und Taupunkt. Sein Spitzname „The Scientist" kam nicht von ungefähr.

Jetzt hat sich DeChambeau einen neuen Sparringspartner gesucht: künstliche Intelligenz. Beim jüngsten LIV-Golf-Event in Südkorea kam der zweifache US-Open-Champion am Schwung-Problem nicht weiter – und wandte sich an Googles KI-Programm Gemini.

Bryson DeChambeau: Mit Gemini zum besseren Schwung

DeChambeau war am Abend vor der Schlussrunde auf der Range gesichtet worden, sichtlich angefressen. „Ich habe den Schläger in den Boden gerammt und versucht herauszufinden, was ich tun soll. Ich war frustriert", erzählte er am Sonntag. „Auf der Range habe ich es nicht hinbekommen. Also bin ich zurückgegangen und habe angefangen, mit Gemini zu reden."

Das Problem: Der Schläger wollte im Treffmoment nicht passiv „umschlagen" (engl. turn over) – die für einen sauberen Ballflug nötige Rotation des Schlägerblatts blieb aus. „Meine Hände fühlten sich an, als würden sie nur nach vorne wandern, und ich konnte den Schläger nicht zum Umschlagen bringen. Selbst wenn ich versucht habe, ihn hier zu stoppen, ist er nicht umgeschlagen."

Statt mit dem Schwungtrainer ging DeChambeau die Physik mit der KI durch. „Ich habe ziemlich viel mit der KI gesprochen und bin verschiedene physikalische Prinzipien durchgegangen, die den Schläger umschlagen lassen – Alpha-Torque und Gamma-Torque mit reingebracht", so DeChambeau. „Ich habe gefragt: ‚Was könnte das möglicherweise auslösen?' Und wir haben über Griffdruck und Spannung gesprochen."

Ob er die Lösung damit gefunden hat? „Ich arbeite noch daran", räumte er ein. „Ich habe die Antwort noch nicht."

Eine 65 zum Abschluss

Ganz ohne Wirkung blieb das nächtliche KI-Gespräch aber nicht. DeChambeau spielte am Sonntag eine 65 (5 unter Par) und wurde Dritter – nur einen Schlag hinter dem Stechen. Für sein Team, die Crushers GC, sprang am Ende der Sieg in der Teamwertung heraus.

DeChambeau gilt seit Jahren als der größte Tüftler.Dass er nun auch generative KI in seine Vorbereitung einbaut, passt ins Bild – und dürfte ein Vorgeschmack darauf sein, wie Profis künftig an ihrem Spiel feilen. Ob Gemini das nächste Mal auch beim Putten hilft, ließ der 32-Jährige offen.

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