Beim Entwicklerstudio The Coalition, das hinter Gears of War: E-Day steckt, machen sich Mitarbeitende laut Berichten Sorgen, dass sie direkt nach der Veröffentlichung des Spiels entlassen werden könnten.
Unruhe bei The Coalition
Eurogamer berichtet, dass Xbox erst vergangene Woche, kurz vor dem Release, Story Director Juan Vaca von The Coalition entlassen hat. Das sei für das Entwicklerteam „sehr demoralisierend“ gewesen. Eine Quelle sagte dem Magazin: „Ich kann mir nur vorstellen, wie herzzerreißend es ist, all die Jahre in ein Spiel zu stecken und dann die letzte Phase aus der Hand genommen zu bekommen, ohne selbst etwas tun zu können.“ Weiter heißt es: „Es ist, als hätte man ein Jahr lang ein Essen für die Familie geplant, bei dem alle dabei sein sollen, und am Tag selbst wird man ausgesperrt und kann nicht mitfeiern.“
Die Belegschaft sei nun angespannt. Dass das Studio von den umfassenden Xbox-Entlassungen verschont bleibt, habe zwar niemand erwartet, man habe aber damit gerechnet, dass es erst später passiert. „Wir haben ehrlich gedacht, dass uns die Entlassungen nach dem Release treffen, aber das scheint jetzt keine Rolle mehr zu spielen“, so die Quelle. „Jetzt rechnen wir mit der nächsten Welle oder damit, dass wir später in diesem Jahr zum Beispiel Activision zugeordnet werden.“
Eine weitere Sorge betrifft einen vertraglich zugesicherten Bonus. Er wird ausgezahlt, wenn das Spiel eine bestimmte Wertung auf Metacritic erreicht. Laut einer Quelle hat die Studioleitung der Belegschaft mitgeteilt, dass die Auszahlung „gegen Ende Oktober“ erwartet wird. Wer den Bonus bekommen will, muss zu diesem Zeitpunkt noch in Vollzeit angestellt sein. Für die Entwickler bedeutet das einen Monat voller Ungewissheit.
Man rechne mit dem Schlimmsten
Eurogamer schreibt allerdings, nach eigenem Kenntnisstand würden auch kürzlich entlassene Mitarbeitende, darunter Vaca, ihren Bonus erhalten, sofern die Metacritic-Ziele erreicht werden. Wer nach dem Release gehen muss, sollte demnach ebenfalls Anspruch haben.
Im Studio ist man dennoch skeptisch. Eine Quelle sagte, man würde es Microsoft „durchaus zutrauen“, einen Weg zu finden, den Bonus nicht zahlen zu müssen. Außerdem: „Es ist schwer, irgendetwas zu glauben, was die Microsoft-Führung sagt, nachdem Mitarbeitende auf diese Weise fallen gelassen wurden.“
Eine andere Quelle ergänzte: „Hier herrschte allgemein das Gefühl, dass wir trotz allem, was in der Branche los ist, in einer relativ sicheren Position sind. Aber dieses Gefühl ist jetzt ins Wanken geraten.“
Microsoft wollte sich auf Anfrage von Eurogamer zu den Vorwürfen nicht äußern.
Quelle: videogameschronicle
Bild: 2026 © XBOX
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